Max Slevogt-Galerie
auf Schloss "Villa Ludwigshöhe" in Edenkoben/Pfalz
 
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Christopher Will – Die Antiken König Ludwigs I. von Bayern
22. August bis 28. November 2004

Als im Jahre 1830 die Glyptothek mit ihrer bedeutenden Antikensammlung in München durch den bayerischen König Ludwig I. eröffnet wurde, war dies ein Markstein in der Geschichte des neuzeitlichen Kunstmuseums in Deutschland.

Während seiner ersten Italienreise 1804/05 hatte sich der 19-jährige Ludwig für die Kunst der Antike begeistert und schon damals mit dem systematischen Aufbau einer Sammlung begonnen. Fast alle Skulpturen der Glyptothek wurden von Ludwig während seiner Kronprinzenzeit erworben. Die Mittel für den Ankauf bestritt er dabei fast ausschließlich aus seiner Privatschatulle.

Der Mainzer Maler Christopher Will (*1968) hat sich von den Antiken der Glyptothek inspirieren lassen und sie zum Ausgangspunkt für eigene Bildschöpfungen genommen. Die Antiken werden in seinen Bildern zu Fragmenten von Erinnerung. In ungewohnt farbiger Darstellung wirken sie auf den Betrachter fremd und reizvoll. Durch einen von der Antike zur Gegenwart führenden Spannungsbogen werden die berühmten Züge der Skulpturen neu gedeutet. In Wills Variationen über die Antiken der Münchner Glyptothek ist ein die Geschichte überbrückender Dreiklang entstanden, in dem antike Kunst, das Antikenverständnis des 19. Jahrhunderts und zeitgenössische Malerei zusammenfinden.