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Der gerettete Slevogt
17. April bis 14. August 2011
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Max
Slevogt
Selbstbildnis, um 1887
Slevogt-Archiv |
Max
Slevogt
Narr mit zerstörter Skulptur, 1886
Slevogt-Archiv |
Max
Slevogt
Gekreuzigter und Sirene, 1886
Slevogt-Archiv |
Das Hofgut Neukastel über
Leinsweiler wechselte 1914 in den Besitz von Max
Slevogt und entwickelte sich in den folgenden Jahren
immer mehr zum Hauptwohnsitz der Familie und zum
bevorzugten Arbeitsplatz des Künstlers. Der
„Slevogt-Hof“ zählt heute zu den wenigen
historischen Künstlerhäusern Deutschlands.
1932 starb Max Slevogt in dem von ihm selbst
gestalteten und geliebten Domizil und ließ dort
seinen künstlerischen Nachlass zurück. Vor 40
Jahren, 1971, erwarb das Land Rheinland-Pfalz 121
Gemälde aus diesem Nachlass; weitere bedeutende
Zeugnisse von Slevogts Schaffen, meist Arbeiten auf
Papier, blieben als „Slevogt-Archiv“ in Neukastel.
Nur wenige Einzelstücke wurden bisweilen
ausgeliehen, so zu der großen Slevogt-Retrospektive,
die das Landesmuseum Mainz zusammen mit dem
Saarland-Museum Saarbrücken 1992 veranstaltet hat.
Das Land Rheinland-Pfalz bemüht sich derzeit um die
Übernahme und den Ankauf auch dieses
Slevogt-Archivs. Es handelt sich um einen wertvollen
und bislang zum größten Teil unveröffentlichten
Kulturschatz, der hauptsächlich aus Skizzen,
Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafik in Mappen
besteht. Hier finden sich die Erstabzüge aller
Radierungen und Lithographien, die Slevogt für sich
aufbewahrte, sowie die Handexemplare der
zahlreichen, von Slevogt illustrierten Bücher. Die
Kunstwerke umfassen und dokumentieren alle
Werkphasen Slevogts: seine Studienzeit in München,
den jungen Avantgardisten und Sezessionisten, und
lassen auch den späteren "Impressionisten" in völlig
neuem Licht erscheinen.
Die bis August in der Slevogt-Galerie ausgestellten
Werke kamen dem Archiv 2003 durch Diebstahl
abhanden, wurden aber wieder aufgefunden, geborgen,
gesichtet und angemessen untergebracht. Diese
Schätze, die Einblick in Slevogts Werkstatt
erlauben, werden nun erstmals in einer Auswahl der
Öffentlichkeit gezeigt. Für Kunsthistoriker sind sie
eine Fundgrube. Noch wichtiger: für all diejenigen,
die Slevogt lieben oder zu kennen glauben, werden
sich ungeahnte Dimensionen seines Werdens als
Künstler eröffnen.
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