Max Slevogt-Galerie
auf Schloss "Villa Ludwigshöhe" in Edenkoben/Pfalz
 
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Slevogts frühe farbige Drucke
9. Januar bis 20. Februar 2011

    
Fotos: Michael Schmitt, Blieskastel

Der Berliner Verleger Bruno Cassirer brachte zwischen 1918 und 1923 drei kostbare Mappen mit Farbdrucken zu Gemäldezyklen des deutschen Impressionisten Max Slevogt heraus. Die Farbdrucke erschienen in kleinster Sammlerauflage und wurden in der aufwändigen Technik des heute nahezu verschwundenen Lichtdrucks angefertigt, dessen Qualität unter allen Druckverfahren immer noch unübertroffen ist. Slevogt erkannte den außerordentlichen Wert des Lichtdrucks und nutzte ihn als einer der ersten zur Wiedergabe von Aquarellen und Wandmalereien. Die Blätter der Mappen betrachtete er als Originalgraphik und ließ die Ausgaben teils nummerieren.
Die Slevogt-Galerie stellt nun erstmals drei Mappen mit Drucken in diesem Verfahren aus und führt damit die verblüffenden Möglichkeiten des Lichtdrucks vor Augen. Die Mappen „Wandgemälde in Neu-Cladow“ und „Abenteuer“ zeigen berühmte Werke, die seit dem zweiten Weltkrieg verloren sind. Der Aquarell-Zyklus „Prinzregent“ entstand bei einem Besuch Slevogts in Hohenschwangau in der privaten Umgebung Luitpolds von Bayern.
Seit Beginn dieses Jahres sind nun auch wieder alle zwischenzeitlich an internationale Ausstellungen ausgeliehenen Gemälde der Slevogt Galerie zurückgekehrt und dem Besucher zugänglich.